Schutz vor SARS-CoV-2-Reinfektionen in der katarischen Bevölkerung

In einer kürzlich veröffentlichten Studie medRxiv* Preprint-Server, Forscher bewerteten den Schutz vor einer Neuinfektion mit dem schweren akuten respiratorischen Syndrom Coronavirus 2 (SARS-CoV-2).

Studie: Immunschutz gegen SARS-CoV-2-Reinfektion und Immunimprinting.  Bildnachweis: eamesBot/Shutterstock Lernen: Immunschutz gegen SARS-CoV-2-Reinfektion und Immunprägung. Bildnachweis: eamesBot/Shutterstock

Im Allgemeinen weist die Weltbevölkerung aufgrund mehrfacher Expositionen gegenüber SARS-CoV-2-Varianten und Impfungen eine heterogene Immungeschichte auf. Es gibt Hinweise darauf, dass eine frühere SARS-CoV-2-Infektion die nachfolgende schützende Immunität negativ beeinflussen könnte. Insbesondere könnten die Immunantworten gegen SARS-CoV-2-Omicron-Subvarianten aufgrund der unterschiedlichen Prägung bei Personen mit einer früheren Infektion mit angestammten SARS-CoV-2- oder Prä-Omicron-Varianten beeinträchtigt sein.

Über das Studium

Die vorliegende Studie untersuchte epidemiologische Beweise für die Immunprägung in der katarischen Bevölkerung. Die Forscher erhielten Daten zu SARS-CoV-2-Labortests, Impfungen, Krankenhausaufenthalten und Todesfällen von der nationalen Informationsplattform für digitale Gesundheit.

Die Inzidenz einer SARS-CoV-2-Reinfektion mit Omicron BA.1 oder BA.2 bei Personen, die zuvor mit Prä-Omicron-Varianten infiziert waren (Reinfektionskohorte), wurde mit der Inzidenz einer Reinfektion bei Personen mit einer dokumentierten primären Omicron-Infektion (Primärinfektionskohorte) verglichen ).

Personen mit einer dokumentierten Reinfektion vom 19. Dezember 2021 bis 15. August 2022 wurden in die Reinfektionskohorte aufgenommen. Im gleichen Zeitraum wurden diejenigen mit Primärinfektion (Omicron) in die Primärinfektionskohorte aufgenommen. Das primäre Ergebnis der Studie war die Inzidenz einer SARS-CoV-2-Infektion; sekundäre Endpunkte umfassten die Inzidenz schwerer, kritischer oder tödlicher Coronavirus-Krankheit 2019 (COVID-19).

Die Personen der Reinfektionskohorte wurden in einem Verhältnis von 1:3 genau mit denen in der Primärinfektionskohorte verglichen, basierend auf Geschlecht, Nationalität, Komorbiditäten und der Kalenderwoche der Primärinfektion oder der Reinfektion. Reinfektion wurde als Wiederauftreten der Infektion mindestens 90 Tage nach der Primärinfektion definiert. Die Probanden wurden nachbeobachtet, bis eine dokumentierte SARS-CoV-2-Infektion, Impfung oder Tod auftrat.

Das Team berechnete die kumulative Inzidenz von Infektionen mit der Kaplan-Meier-Schätzmethode. Die Hazard Ratios (HRs) und die entsprechenden 95 % Konfidenzintervalle wurden unter Verwendung der Cox-Regression geschätzt, wobei für übereinstimmende Variablen bereinigt wurde. Zusätzlich wurde eine Untergruppenanalyse durchgeführt, um die angepassten Herzfrequenzen nach der Zeit seit der Reinfektion zu berechnen.

Ergebnisse

Nach dem Abgleich umfasste die Reinfektionskohorte 7.873 Personen, während die Primärinfektionskohorte 22.349 Personen umfasste, die alle nicht geimpft waren. Es gab 63 bzw. 343 Reinfektionen in der Reinfektions- bzw. Primärinfektionskohorte. Keiner in beiden Kohorten entwickelte schwere COVID-19-Ergebnisse. Die kumulative Inzidenz der SARS-CoV-2-Infektion betrug 1,1 % bzw. 2,1 % für die Kohorten mit erneuter Infektion und Primärinfektion nach 135 Tagen Nachbeobachtung.

Beim Vergleich der Infektionshäufigkeit zwischen den beiden Kohorten wurde die adjustierte HR auf 0,52 geschätzt. Die angepasste HR betrug 0,59 in einer Subgruppenanalyse, bei der die Primärinfektionen in der Reinfektionskohorte auf das angestammte SARS-CoV-2 oder die Alpha-Variante beschränkt waren. Die adjustierte HR betrug 0,92 in den ersten 70 Tagen der Nachbeobachtung, wenn Omicron BA.2 vorherrschend war.

Etwa 45 % bzw. 38 % der Probanden in der Reinfektions- und Primärinfektionskohorte wurden während der Nachbeobachtungszeit einem SARS-CoV-2-Test unterzogen, mit einer Häufigkeit von 0,79 bzw. 0,64 Tests/Individuum. Nach Anpassung der Testhäufigkeit zwischen den beiden Kohorten betrug die HR 0,42, was die Ergebnisse bestätigte.

Schlussfolgerungen

Die Studie fand keine Hinweise darauf, dass die Immunprägung die schützende Immunität gegen SARS-CoV-2-Omicron-Subvarianten beeinträchtigt. Die Autoren fanden heraus, dass eine Primärinfektion mit Prä-Omicron-Varianten und eine erneute Infektion mit Omicron zu einem robusteren Schutz gegen nachfolgende Omicron-Untervarianten führte als eine (Primär-)Infektion mit Omicron allein.

Insbesondere nicht dokumentierte oder übersehene Infektionen könnten die Immunantwort verstärkt haben, da nur dokumentierte Infektionen untersucht wurden. Darüber hinaus konnten die Ergebnisse nicht auf Bevölkerungsgruppen aus anderen Ländern und ältere Erwachsene verallgemeinert werden, da die Mehrheit der Bevölkerung Katars überwiegend jung ist.

*Wichtiger Hinweis

medRxiv veröffentlicht vorläufige wissenschaftliche Berichte, die nicht von Fachleuten begutachtet wurden und daher nicht als schlüssig angesehen werden sollten, klinische Praxis/gesundheitsbezogenes Verhalten leiten oder als etablierte Informationen behandelt werden sollten.

Referenz: . https://institut-der-gesundheit.com/nachrichten/news/schutz-vor-sars-cov-2-reinfektionen-in-der-katarischen-bevoelkerung/?feed_id=25002&_unique_id=6316cf496dc69

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